sich sorgen können

Ein Zukunftsthema in der Gesellschaft (und ganz besonders in Kirche und Diakonie) ist die Gestaltung des Alters und des Alterns. Zukunftsthema stimmt natürlich nicht: Es ist bereits ein Gegenwartsthema.

Beim Sozialpolitischen Aschermittwoch des Ruhrbistums Essen und der Evangelischen Kirche im Rheinland hat der Altersforscher Prof. Dr. Andreas Kruse einen nachlesens- bzw. nachhörenswerten Vortrag gehalten. Die rheinische Kirche hat einen Auszug aus dem Vortrag als Video veröffentlicht.

Bei den von Kruse angesprochenen „Generationentandems“ zur Steigerung der Produktivität in Unternehmen bin ich etwas skeptisch (empirische Belege hin oder her), aber das ist nur ein Detail. Wichtig ist die Grundhaltung, die Kruse auch in diesem kurzen Ausschnitt vermittelt.

Deshalb hier die beiden – für mich – wichtigsten Sätze des Videos:

Wenn du nicht mehr die Möglichkeit hast, auch als hochbetagter Mensch, dich um andere zu sorgen bzw. für andere zu sorgen, fällst du aus der Welt. (0’10-0’22).

und

Das ist essentiell: Wenn wir Teilhabe, wenn wir Psyche, Gesundheit, wenn wir Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten wollen, ist es schon wichtig, dass wir Menschen nicht nur in der Frage ansprechen: Sind sie integriert? Sind sie mit Anderen zusammen? Sondern dass wir sie auch und vor allem in der Frage ansprechen: „Inwiefern willst du, kannst du, möchtest du einen Beitrag zum Gemeinwesen leisten?“ (1’36-2’02)

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