Wunsch und Wille

Im Zusammenhang mit Assistenz-Ansätzen fällt häufig die folgende Bibelstelle:

„Was willst du, das ich dir tun soll?“ (Lk 18,41; Mt 20,32).

Sie muss dann oft als „theologische Begründung“ für an Assistenz orientierte Hilfeverständnisse in der Diakonie herhalten. Das ist mir dann doch etwas zu einfach. Aber eines ist an diesem Bibelvers interessant: Jesus fragt den anderen, was dieser will – und nicht etwa, was er sich wünscht.

Wolfgang Hinte klärt über den Unterschied von Wunsch und Wille auf:

Von Bedeutung ist dabei die Unterscheidung zwischen Wunsch („Ich hätte gern etwas, wozu andere etwas für mich tun müssen.“) und Wille („Ich bin entschlossen, mit eigener Aktivität zum Erreichen meines Ziels beizutragen.“).

Für Wolfgang Hinte ist die Bezugnahme auf den Willen von zentraler Bedeutung für sein Verständnis von Sozialer Arbeit, daher zieht sich dies durch etliche seine Texte. Das hier verwendete Zitat ist einem Artikel in der Fachzeitschrift des Österreichischen Berufsverband der Sozialarbeiter/innen entnommen (SiO), eine ähnliche Formulierung findet sich aber auch in seinem Artikel in Wichern drei (S. 28).

Wolfgang Hinte: Das Fachkonzept „Sozialraumorientierung“. Grundlagen und Herausforderungen für professionelles Handeln, in: Sozialarbeit in Österreich, Zeitschrift für Soziale Arbeit, Bildung und Politik, Sondernummer 1/12, 4-9, S.6.

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