Kirche findet Stadt

Kirche findet Stadt – das ist nicht nur ein geniales Wortspiel, sondern auch ein ökumenisches Kooperationsprojekt zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Funktion von Kirche(ngemeinden) – und seit Kurzem hat das Projekt eine eigene Online-Präsenz.

Worum geht’s?

„[…] die evangelische und die katholische Kirche [wollen] zusammen mit ihren jeweiligen Wohlfahrtsverbänden, Diakonisches Werk der EKD und Deutscher Caritasverband, die Rolle von Kirche in ihren unterschiedlichen Facetten als Akteur der integrierten Stadtentwicklung untersuchen und weiterentwickeln.“

Es geht um all das, was sich hier im Blog unter dem Stichwort Gemeinwesendiakonie abspielt und was immer mehr Gemeinden und diakonische Einrichtungen für sich entdecken: ein gemeinwesenorientiertes Diakonie- und Gemeindeverständnis, das – allgemein gesprochen – die zivilgesellschaftliche Rolle von Kirche stärkt und – etwas konkreter gesagt – sich in einer (Mit-)Verantwortung für Stadtteil, Quartier oder Dorf ausdrückt.

Alle weiteren Informationen gibt es auf der Internetseite. Auf einen wichtigen Nutzen möchte ich aber noch besonders hinweisen: Das Projekt Kirche findet Stadt will auch zur Netzwerkbildung beitragen – nicht nur der kirchlichen Netze in die Zivilgesellschaft, sondern auch der Netze der gemeinwesenorientierten Gemeinden und Einrichtungen untereinander. Das viel beschworene Erfahrungswissen kann nur genutzt werden, wenn es geteilt wird. Dazu muss man sich aber erst einmal kennen (bzw. zumindest von einander wissen). Die KfS-Internetseite stellt insgesamt 24 Referenzstandorte und 12 Regionalknoten vor.

Heinrich Grosse wies schon vor einigen Jahren in seiner Studie über armutsorientierte Kirchengemeinden auf das Problem der Isolation und mangelnden Vernetzung eben dieser Kirchengemeinden hin:

„Manche Kirchengemeinden, die sich in Armutsbekämpfung engagieren, sind (z.B. innerhalb des Kirchenkreises) relativ isoliert. Deshalb sollte ein stärkerer Erfahrungsaustausch unter ihnen stattfinden und geprüft werden, inwieweit Formen der Vernetzung zur Verbesserung der Arbeit beitragen können“ (Heinrich Grosse: „Wenn wir die Armen unser Herz finden lassen…“ – Kirchengemeinden aktiv gegen Armut und Ausgrenzung, epd-Dokumentation 34/2007, S. 31).

Nun hat man schon einmal 36 Ansprechpartner. Ein sehr guter Anfang!

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2 Kommentare zu “Kirche findet Stadt”

  1. Eine sehr interessante Info. Schade, dass Sie nicht auf Twitter sind (oder doch??), Sie könnten solche Dinge breiter streuen.Jetzt werde ich den Link weiterverbreiten, – er ist es wert.

    Grüße,
    Brigitte Reiser

  2. Liebe Frau Reiser, jau, bitte weiterverbreiten! Danke! Der Twitter-Account ist schon da, aber ich bin noch nicht aktiv. Sobald ich loslege, werden Sie es erfahren! Herzliche Grüße, MH.

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