Diakonische Perspektiven

Soeben erschienen: Perspektiven der Diakonie im gesellschaftlichen Wandel, ein Diskussionspapier zur Zukunft der Diakonie, erstellt von einer Expertengruppe um Uwe Becker (Vorstand Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe), in Auftrag gegeben von der Diakonischen Konferenz des Diakonischen Werkes der EKD.

Das Papier will anregen zu einer „innerdiakonischen und -kirchlichen Verständigung“ über die gegenwärtigen Herausforderungen der organisierten Diakonie. Und dies soll keine hohle Phrase bleiben. So fordert Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier dazu auf, „möglichst rasch in eine Diskussion einzutreten“ (S. 13). Weiter heißt es:

„Ich wünsche mir dabei eine sehr breite und nichtsdestotrotz gründliche Diskussion, deren Ergebnisse wir dann sorgsam zusammentragen und dokumentieren sollten. Und je mehr Menschen, Dienste und Einrichtungen sich beteiligen, umso mehr können wir die Realität der Herausforderungen der tagtäglichen sozialen Arbeit der Diakonie erfassen, um dann auch Orientierungen abzuleiten, wie wir uns als Diakonie der Kirche national und europäisch weiterentwickeln können und weiterentwickeln wollen. […] Der Diakonie Bundesverband wird für die Konsultationsprozesse mit den Landes- und Fachverbänden vier Regionalkonferenzen als Forum für eine eingehende Diskussion der Analysen und Lösungsmodelle des Expertisepapiers anbieten. Ziel ist die Erarbeitung einer Agenda, die dann konkrete Umsetzungsschritte auf einer definierten Zeitschiene ermöglicht“ (Johannes Stockmeier, S. 13).

Ein breit angelegter Diskussionsprozess über die Perpsektiven der Diakonie, das erscheint mir neu. Zumindest kann ich mich an ein ähnliches Vorgehen nicht erinnern. Die EKD-Denkschrift Herz und Mund und Tat und Leben (1998) wurde viel zitiert, hat aber wenig inhaltlichen Diskurs ausgelöst. Da standen die Leitlinien zum Diakonat (1975) schon stärker in der Diskussion. Aber – und so verstehe ich Präsident Stockmeier – einen Prozess zu ermöglichen, an dem sich möglichst Viele beteiligen, scheint mir in der Tat ein innovativer Weg zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass nicht nur Diakonie-Funktionäre einbezogen werden, sondern dass auch viele engagierte Mitarbeitende die Möglichkeit haben, sich an dieser diakonischen Profilierung beteiligen zu können.

Auf geht’s!

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